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Ein gutes Leben nach dem Frauenhaus


Jedes Jahr beziehen 50 bis 100 Frauen mit ihren Kindern nach dem Frauenhaus-Aufenthalt eine eigene Wohnung in Oberhausen und Essen. Frauen, die aus einem Frauenhaus ausziehen, stehen vor vielfältigen Problemen. Oftmals mussten sie ihre sozialen Netzwerke aufgeben. Hinzukommen noch weitere individuelle Herausforderungen, die die Frauen bewältigen müssen. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Rückkehr zum gewalttätigen Partner führen. Dies alles erschwert ein Leben in Selbstbestimmung. 

Bisher fehlte es in Nordrhein-Westfalen an Projekten, die sich explizit mit der Situation von ehemaligen Frauenhaus-Bewohnerinnen beschäftigen. Aus diesem Grund fördert das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (vormals MGEPA) 17 Modellprojekte im Land. Im Rahmen der Förderung wurde auch in den autonomen Frauenhäusern Oberhausen und Essen je eine halbe Stelle geschaffen. 

Seit März 2017 sind zwei Sozialpädagoginnen mit diesem Bereich namens »Second Stage« vertraut. Die kommenden zwei Jahre ermitteln die Mitarbeiterinnen Sarah Reichenberg und Saskia Staible durch Interviews den Bedarf der Ehemaligen, gestalten Unterstützungsangebote und fördern die Vernetzung zwischen den Frauen. Ein weiteres Ziel des Kooperationsprojekts ist es, den aktuellen Frauenhaus-Bewohnerinnen den Zugang zum Wohnungsmarkt zu erleichtern. Damit in Zukunft Frauen und Kindern ein gewaltfreies Leben in Selbstständigkeit einfacher gemacht wird.

Ein wichtiger Hinweis für Vermieterinnen und Vermieter:
Sie können uns gern Wohnungsangebote zukommen lassen! Infrage kommen nur Wohnungen, die auch vom Job Center bezahlt werden. Wenden Sie sich bitte an uns über die folgende eMail-Adresse: info@fhf-ob.de