Aktuelles

August 2015
Neues Projekt der Frauenberatungsstelle gestartet:
Beratung und Unterstützung traumatisierter Flüchtlingsfrauen 


Die Flüchtlingszahlen weltweit und auch in Deutschland befinden sich auf einem historischen Höchststand. Dabei zählen vor allem die Flüchtlingsfrauen zu einer besonders belasteten Gruppe, da sie nicht nur als Flüchtlinge sondern auch in ihrer Rolle als Frau diskriminiert werden. Über Flucht und Vertreibung hinaus, sind die Frauen nicht selten von verschiedenen Arten der Gewaltanwendung, Folter, Vergewaltigung oder der Praxis der Genitalverstümmelung betroffen. Die Oberhausener Frauenberatungsstelle nimmt sich seit August 2015 der Zielgruppe der geflüchteten Frauen an.

Ziel der niedrigschwelligen Beratung ist, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Frauen über die Folgeerscheinungen traumatischer Erlebnisse aufzuklären. Sie sollen befähigt werden, die eigenen körperlichen und psychischen Reaktionen, die mit dem Erleben eines Traumas einhergehen können und häufig als beängstigend erlebt werden, einzuordnen und besser verstehen zu können. Ansatz der Beratung ist eine Stabilisierung des psychischen Gesundheitszustandes, sodass eine erste Entlastung im Alltag und ein Rückgang der Symptome erlebt werden kann.

Die Beratung findet sowohl in den Räumlichkeiten der Frauenberatungsstelle in der Schwarzstraße 54 als auch in den Flüchtlingsunterkünften vor Ort statt. Für die Umsetzung und Koordination des Projekts ist die neue Mitarbeiterin Frau Vielhaber zuständig, die auch gerne für weitere Auskünfte und Fragen zur Verfügung steht.