Aktuelles

11. November 2019
Pflege der Stolpersteine




Unser Verein beteiligte sich am 10. Februar 2010 an der Stolpersteinaktion, um den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die unter dem nationalsozialistischen Regime verfolgt und umgebracht wurden, Respekt und Solidarität entgegenzubringen. Das Unsichtbare sichtbar zu machen bleibt auch in Zeiten medialer Hochkonjunktur eine Aufgabe, die nicht endet. Deshalb sind es Orte in unserer nahen Umgebung, Orte in Oberhausen, die uns verdeutlichen, dass auch in Oberhausen Menschen durch Gewalt aus ihrem Heimatort vertrieben und vernichtet wurden.


Genau vor 79 Jahren brannten in der Nacht vom 9. auf den 10. November in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert. Die Reichspogromnacht war der Auftakt für die millionenfache planmäßig organisierte Vernichtung von Juden.
 Deshalb sind an diesem Tag alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, einen Lappen und Putzmittel in die Hand zu nehmen und die Stolpersteine wieder zum Glänzen zu bringen. Denn sie sollen die Deutschen weiterhin »zum Stolpern« bringen und nicht im Dreck untergehen.




Heute hat unsere ehemalige Kollegin Dorothee Schenke die Zeit gefunden, unseren Stolperstein für Sara Horowitz und den ihres Mannes und ihrer Tochter aufzusuchen und zu reinigen. Es war sehr viel schwarzgrünes Moos zu entfernen, aber jetzt sind die drei Stolpersteine wieder von weitem sichtbar und erinnern uns daran, wohin Nationalismus, Hass und Ausgrenzung schon einmal geführt haben und dass wir das nie wieder zulassen dürfen.